Moslemische und christliche Religionsführer treffen sich in Yale zu einer historischen „Common Word"-Konferenz

Mehr als 150 moslemische und christliche Religionsführer, darunter einige der bedeutendsten Gelehrten und Geistlichen der Welt, werden sich vom 28. – 31. Juli an der Yale University versammeln, um das Verständnis zwischen den beiden Religionen zu verbessern, deren Mitglieder mehr als die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung ausmachen.

Prominente Politiker und Vertreter der jüdischen Gemeinde werden ebenfalls auf dieser Konferenz sprechen, mit der eine Serie interreligiöser Veranstaltungen eingeläutet wird, die in den kommenden zwei Jahren rund um die Welt geplant sind. Diese Zusammenkünfte sind das Resultat eines Aufrufs zum Dialog, der in einem offenen Brief mit dem Titel A Common Word Between Us and You veröffentlicht und von wichtigen islamischen Religionsführern verfasst wurde, woraufhin Gelehrte der Yale University eine Erklärung aufsetzten, die von über 500 Personen unterschrieben wurde. Dieses interreligiöse Meeting, das einen Wendepunkt in den moslemisch-christlichen Beziehungen darstellt, wurde vom Center for Faith & Culture der Yale Divinity School unter der Leitung des Gründers und Direktors des Zentrums, Miroslav Volf, in Zusammenarbeit mit dem Leiter des Versöhnungsprogramms des Zentrums, Joseph Cumming, organisiert. Volf wird diesen Herbst gemeinsam mit dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair einen Kurs in Religion und Globalisierung an der Yale University geben.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass es wenig Dinge gibt, die für unsere gemeinsame Zukunft wichtiger sind, als dass Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen sich besser verstehen, mehr respektieren und enger zusammenarbeiten. Aus diesem Grund war ich, genau wie unzählige Andere, sehr ermutigt, als A Common Word veröffentlicht wurde. Ich begrüße es von ganzem Herzen, dass eine der führenden akademischen Institutionen der Welt diese Debatte und diesen Dialog weiterführen und vertiefen möchte, indem sie dieses Treffen veranstaltet“ , so der ehemalige Premierminister Tony Blair.

Der Dekan der Yale Divinity School, Harold Attridge, sagte: „Ich bin hocherfreut, dass die Yale Divinity School diese wichtige Konferenz veranstaltet. Die Divinity School will die besten religiösen und intellektuellen Erkenntnisse im heutigen Leben zum Tragen bringen, und die Beziehung zwischen Christen und Moslems ist eines der dringendsten Probleme unserer Zeit.“

Zu den bedeutendsten Teilnehmern, die zu dieser Konferenz erwartet werden, gehören Prinz Ghazi bin Muhammad von Jordanien; der ehemalige Premierminister des Sudan, Sadiq al-Mahdi; die hohen evangelischen Kirchenführer Leith Anderson und Geoff Tunnicliffe; prominente Ajatollahs aus dem Iran; Scheich Tayseer Tamimi aus Palästina, die Großmuftis mehrerer nahöstlicher Länder; Antonios Kireopoulos vom Nationalen Kirchenrat der USA; und John Esposito von der Georgetown University. Senator John Kerry sowie andere wichtige US-Regierungsvertreter werden erwartungsgemäß ebenfalls teilnehmen.

Die meisten Sitzungen der Konferenz werden für die Presse zugänglich sein. Im Anschluss an die abschließenden Grundsatzreden am 31. Juli wird es eine Pressekonferenz mit wichtigen Konferenzteilnehmern geben. Medienvertreter, die über die Konferenz berichten oder Konferenzteilnehmer interviewen möchten, sollten sich im Voraus bei Dorie Baker vom Yale Office of Public Affairs per E-Mail an dorie.baker@yale.edu anmelden. Für alle Veranstaltungen ist die vorherige Anmeldung sowie ein Presseausweis erforderlich. Ohne diese wird der Zugang grundsätzlich verweigert.

Um weitere Informationen zur Konferenz zu erhalten – einschließlich Online-Streams der Konferenzdebatten und Grundsatzreden sowie andere aktuelle Informationen – besuchen Sie bitte die Konferenz-Website unter:

http://www.yale.edu/divinity/commonword

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Media Contact

Dorie Baker: dorie.baker@yale.edu, 203-432-1345